Schon immer hatte ich mir ein ganz großes, besonderes Bad gewünscht.
Noch voll von meiner Studienzeit in Barcelona inspiriert – die Mosaike von Gaudi sind in dieser tollen Stadt an jeder Ecke zu bewundern – begann ich mit meinen Renovierungsarbeiten und stürzte mich blauäugig in mein erstes Mosaik.
Typisch für mich, dass ich mir nicht erst einmal ein kleines Tischchen zum Ausprobieren vornehme, sondern gleich einen ganzen Raum mit 25 qm!

Ich sammelte Fliesenreste, Kieselsteine, Glassteine…
Ich stellte aus Ton Fliesen mit speziellen Formen und Mustern her.
Die Muster drückte ich mit selbstgemachten “Radiergummistempeln”, echten Blättern oder indischen Stoffdruckstempeln in den weichen Ton, brannte und glasierte ihn. Außerdem formte ich viele bunte Fische, grinsende Drachenköpfchen und Fratzen wie Elfen, Trolle, die ich auch mit im “MÄRCHENBAD” einbaute.
Die gesammelten Fliesenreste zerschlug ich und ließ sie zusammen mit Quarzsand und Wasser in einem dafür eigens angeschafften Betonmischer durchrütteln, damit die scharfen Bruchkanten später nicht die Pobacken verletzen konnten.
Auf diese Erfindung bin ich immer noch sehr stolz. Zwischenzeitlich habe ich auch erfahren, dass “richtige” Mosaikhersteller ähnlich, nur in viel größeren Dimensionen vorgehen.
Mit wasserdichtem Fliesenkleber verlegte ich das Mosaik auf Wände und Boden, dann wurde wasserdicht ausgefugt.
Heute frage ich mich, wie ich nur auf die Idee gekommen bin, gleich ein so riesiges Mosaik als 1. Projekt in Angriff zu nehmen. Auf der anderen Seite aber freue ich mich jeden Morgen beim Zähneputzen darüber.
Mosaiklegen ist nach wie vor eines meiner “Lieblingshobbys”.
Ich mache es mittlerweile sehr selten. Doch wenn ich ein Mosaik anfange, kann ich nicht mehr damit aufhören, bis es fertig ist.
Für unseren Pool habe ich für das Mosaikkleben (ohne Ausfugen) nur fünf Tage gebraucht.
Hier siehst du noch viele weitere, kleinere und größere Beispiele dafür, was im Laufe der Zeit entstanden ist.